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Ancistrus spec. - Antennenwels
Ancistrus spec. PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 18. September 2008 um 20:04 Uhr

Deutscher Name:

Brauner Antennenwels

Herkunft:

Südamerika, Einzugsgebiet Amazonas

Temperatur:

22 - 30°C

pH Wert:

6 - 8

GH:

5 - 25

Vermehrung:

Haftlaicher

Die Haltung

Der Ancistrus spec. wird bei den meisten Aquarianern als Algenbekämpfer eingesetzt, was für mich eigentlich unverständlich ist. Und somit al so genannter "Nutzfisch" gehalten. Dabei stimmt die Aussage des Algenfressers nicht ganz! Der Ancistrus spec. geht auch nicht an jede Alge dran, jediglich die Jungfische ernähren sich die erste Zeit von kleinen weichen Algen. Dieses verhalten lässt aber auch mit der Zeit nach.

Der Ancistrus spec. ich ein Nachtaktiver Fisch und kommt erst bei Dunkelheit aus seinem Versteck. Dies sollte auch bei der Fütterung beachtet werden. Wobei ich bei meinem Ancistrus spec., in regelmäßigen Abständen, beobachten kann, dass er ein paar Tage hintereinander auch tagsüber recht aktiv im Becken rumwuselt. Ob das etwas mit seinen Fortpflanzungstrieb o. ä. zu tun hat, kann ich leider nicht sagen. Ich halte in einzeln. Sollte jemand bei seinem Ancistrus ein ähnliches Verhalten beobachten und auch noch sagen könnte warum das so ist, möge mich bitte kontaktieren! ;-)

Aufgrund seiner Nachtaktivität ist es wichtig, dass man ihm tagsüber genug Versteck- und Rückzugsmöglichkeiten bietet. Bewährt bei mir hat sich da ein Welshöhle aus Ton. Diese ist seit einsetzten seins und wird auch regeros verteidigt. Auf keinen Fall dürfen bei der Einrichtung des Beckens Moorkien- oder Mangrovenwurzeln fehlen. Durch das Abraspeln der Wurzeln nimmt der Ancistrus spec. Holzfasern auf, die für seine Verdauung eine sehr wichtige Rolle spielen.

Auch wenn er mit vielen Wasserwerten zu Recht kommt, sollte auch bei ihm auf unbelastetes Wasser wert gelegt werden!

Seinen Deutschen Namen "Antennenwels" verdankt er seinem ausgeprägten "Geweih" am Kopf und am Maul. Dieses Geweih ist auch eine sichere Unterscheidung zwischen Männchen und Weibchen. Die Weibchen besitzen dieses nicht oder nur Ansatzweise.

Die Ernährung

Der Ancistrus ist ein Pflanzenfresser. Dies sollte bei der Ernährung unbedingt berücksichtigt werden. Nicht selten ließt man in diversen Foren von Mitgliedern: "Hilfe meine Pflanzen haben Löcher in den Blättern" oder sonstige ähnliche Aussagen. Erst dann bemerken die Meisten, hoppla, da ist ja noch jemand! Dieses Verhalten legen die meisten Ancistrus an den Tag, die nicht genügend Rohfasern aufgrund von pflanzlicher Kost bekommen. Also muss dieses Defizit anderweitig ausgeglichen werden, in dem er die Blätter von Pflanzen anknabbert. Dieses Problem kann in den meisten Fällen durch abwechslungsreiche pflanzliche Kost behoben werden. Selten kommt es vor, dass sich die Antennenwelse, die ein mal mit dem anknabbern von Pflanzen angefangen haben, dieses nicht mehr abgewöhnen können.

Neben den im Handel erhältlichen diversen Futtertabletten für Welse können auch verschiedene Gemüsesorten gefüttert werden. Wie z. B. Gurke, Zucchini, Möhren, Paprika oder Salat und sonstigem Grünzeug. ;-) Bei Gurke, Zucchini und Möhren empfiehlt es sich die Schale zu entfernen. Diese wird nicht gerne gefressen. Salat oder Möhren (oder ähnlich hartem Gemüse) sollten vorher kurz mit kochendem Wasser übergossen werden. So wird das Gemüse nicht nur weicher und besser abzuraspeln, sondern man verhindert auch das einbringen von Schadstoffen.

Auch wenn der Ancistrus ein Pflanzenfresser ist, verschmäht auch er nicht fleischige Kost in Form von Lebend- oder Frostfutter. Dies sollte aber nur ab und zu als kleine Abwechslung im Speiseplan dienen und nicht zur Gewohnheit werden. ;-) Was noch zu Beachten wäre, ist die Nachtaktivität. Das Futter sollte kurz nach dem das Licht ausgegangen ist verabreicht werden. Wie bei jedem Fisch ist auch hier auf eine abwechslungsreich Ernährung für das Wohlbefinden unverzichtbar.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 18. November 2008 um 13:33 Uhr
 
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